Über uns
Die Arbeit bekommt immer mehr alles gute Ge- wissen auf ihre Seite: Der Hang zur Freude nennt sich bereits ‚Bedürfnis der Erholung’ und fängt an, sich vor sich selbst zu schämen. ‚Man ist es seiner Gesundheit schuldig’ – so redet man, wenn man auf einer Landpartie ertappt wird.

Musse, Freude, Unterwegssein sind nur im Dienste von Arbeit, Besitz und Wirtschaftswachstum akzeptiert und heissen dann Freizeit, Regeneration, Mobilität.

Einfach so Wandern? Vielleicht sogar ohne berühmte Gipfel zu bezwingen, in Gegenden, die sonst niemand kennt? Mittags im trockenen Gras an der Sonne liegen, umspannt von neuen Horizonten? Am Abend hungrig zu Tische sitzen und lustvoll reinhauen? Einfach so fremden Menschen begegnen?
Oder trotz Mr. Gore’s Textilien bis auf die Unterhosen nassgeregnet werden? Blutig vom Brombeergestrüpp? Nur eine Ellenlänge vom Abgrund weg?
Geraten wir so nicht in den Verdacht von Asozialität und Subversion, wenn wir damit in die tieferen 97.5% unseres Erbes eintauchen?

Zum Glück quält in der Gruppe das schlechte Gewissen kaum. Schamlos teilen wir miteinander die Freude am Draussensein, am Gehen.
Wie unsere fernen Vorfahren hinterlassen wir mit Wandern kaum bleibende Spuren. Dafür vertieft das Wandern unser Sein und bringt uns zur Welt.


Wir vom -Team und unser Partner in Marokko MARABOUT TRAVEL freuen uns, auch im kommenden Jahr wieder gemeinsam mit Ihnen auf Entdeckungsreise zu gehen!

für das -Team

Titus Blöchlinger

(Friedrich Nietzsche)  


Liebe Wanderinnen und Wanderer

Vor über zwei Millionen Jahren tauchten in Ostafrika die ersten modernen Menschen auf. Als Jäger und Sammler wanderten sie die meiste Zeit umher auf der Suche nach Nahrung. Wäre ihre ‚Landpartie’ aber nur harte Arbeit gewesen, nicht auch Vergnügen und Lust
– es gäbe uns heute nicht!

Tausende von folgenden Generationen erschlossen sich wandernd die ganze Erde, wohl nicht in erster Linie aus existenzieller Not, vielmehr aus Freude an Bewegung und aus Neugier.

Arbeitsteilung, Sesshaftigkeit und Komfort ist das Produkt erst der letzten zwei, drei Prozent der Menschheitsgeschichte. Millionen von Gesetzen regeln heute die Abläufe der entwickelten Gesellschaften, kanalisieren unser urtümliches Fühlen und Streben auf ihre Ziele hin.